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Die Gier
(written on 30.11.2011 10:37 am/pm)
Aus dem laufenden Programm von Wilfried Schmickler. Da soll noch einer sagen, es gäbe in Deutschland keine Poeten mehr.
Was ist das für ein Tier, die Gier?
Es frisst in mir und frisst in Dir.
Will mehr und mehr und frisst uns leer.
Wo kommt es her das Tier und wer
erschuf sie nur die Kreatur?
Wo ist es nur das finst’re Loch
aus dem die Teufelsbestie kroch?
Die sich allein dadurch vermehrt,
indem sie Dich und mich verzehrt.
Und wann fängt dieses Elend an,
dass man genug nicht kriegen kann?
Und plötzlich einfach so vergisst
dass man doch längst gesättigt ist
Und weiter frisst, und frisst und frisst.
Und trifft dann so ein Nimmersatt
auf jemand der dann etwas hat
und gar nicht braucht,
dann will er’s auch.
Wie, das soll’s schon gewesen sein,
nein nein da geht noch einer rein,
und überhaupt da ist doch wer,
der frisst tatsächlich noch viel mehr.
Und plötzlich sind sie dann zu zweit,
die Gier und ihre Brut – der Neid.
Das bringt mich noch mal ins Grab,
dass der was hat was ich nicht hab,
das der wo ist wo ich nicht bin,
das will ich auch da muss ich hin.
Warum denn der, warum nicht ich,
was der für sich will ich für mich.
Der lebt in Saus und lebt in Braus,
mit Frau und Hund und Geld und Haus,
und hängt den coolen Großkotz raus
wahrscheinlich alles auf Kredit.
Der protzt und prahlt und strotzt und strahlt.
Wie der schon steht, wie der schon geht,
wie der sich um sich selber dreht.
Und wie der aus dem Auto steigt
und aller Welt den Hintern zeigt,
blessierte Sau.
Und seine Frau
ist ganz genauso arrogant
und dekundant.
Und dann die Blagen, die es wagen
die Nasen so unendlich hoch zu tragen,
da hört er aber auf der Spaß,
so kommt zu Neid und Gier der Hass.
Und sind die erst einmal zu dritt,
fehlt nur noch ein ganz kleiner Schritt,
bis dass der Mensch komplett verroht,
und schlägt den anderen halbtot.
Und wenn Ihr fragt wer hat ihn bloß so weit gebracht,
das hat allein die GIER gemacht.
Reply from 30.11.2011 18:52 am/pm
Wilfried Schmickler ist der einzige der nicht um den heißen brei herumreded, er bringt die Sache auf den Punkt.
Reply from 30.11.2011 19:46 am/pm
Die größten Kritiker der Elche waren früher selber welche.
Reply from 30.11.2011 20:36 am/pm
Das Wort "dekundant" kenne ich nicht.
Für die im Gedicht beschriebenen Leute habe ich nicht viel mehr übrig als ein mildes und gelegentlich auch herablassendes Lächeln. Es ist nun einmal in unserer Gesellschaft so, dass nur der zählt, der sich durch Macht und Geld hervorzutun weiß. Umso schlimmer für die Gesellschaft.
Reply from 30.11.2011 21:38 am/pm
Die größten Kritiker der Elche ...
Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. Schmickler schreibt ausdrücklich in einer Form, die ihn selbst mit einschließt ... solche unausgegorenen, oberflächlichen und armseligen Kommentare kenne ich von dir gar nicht. In letzter Zeit lässt du schwer nach, OMR. Muss ich die gute Meinung, die ich von dir hatte, jetzt langsam aber sicher revidieren? Hinter der Maske von "mia san mia" wurde Selbstreflektion in Bayern doch immer groß geschrieben, oder?
Reply from 30.11.2011 21:47 am/pm
@mimenda
Ich auch nicht. Auch www.gidf.de hat nicht weiter geholfen. Aber ich wollte nicht den Erbsenzähler geben und deswegen das ganze Gedicht umschreiben.
Reply from 30.11.2011 22:05 am/pm
str84: haste noch was Neues aus der Anstalt ?
Reply from 30.11.2011 22:16 am/pm
und wenn .....dann bitte richtig abschreiben
es muß heißen:
blasierte (hochmütige, eingebildete) Sau
und
seine Frau
ist ganz genauso arrogant und
degoutant (ekelhaft, abstoßend)
Reply from 30.11.2011 23:28 am/pm
Str84ward, jetzt wo du es sagst, gerate ich auch in Sorge ninsichtlich meiner zuletzt schwachen Kommentare. Ich hoffe das das nicht chronisch wird.
Aber mir kann kann ja nix passieren, so lang wir solche "Illuminati" wie dich hier im Forum wissen, welcher mich dann leitet und wieder auf den Pfad der Läuterung zurückführt, da wird mir nimma Bange werden.
Mein Ansehen war mir übrigens persönlich immer wurscht.
Reply from 30.11.2011 23:42 am/pm
Danke, Macy
Gern geschehen, OMR
Reply from 01.12.2011 01:06 am/pm
lesen kann ich,
herr "grodaus",
nur beim verstehen des gelesenen happerts manchmal.
>hinter der maske von "mia san mia" wurde selbstreflektion
in bayern doch immer groß geschrieben,oder?<
anfälle eingehender selbstreflektion
sind mir noch nicht als stammestypisch aufgefallen.
liegt das daran,
dass die masken so undurchschaubar sind,
die masken gar keine sind,
sondern nur vorgebliche masken,
damit man meinte,
es läge was wahres darunter
oder
unter masken wiederum nur masken liegen?
was man hierzulande unter den "mia san mia" masken vermuten
kann,
das ist bestenfalls
gleichmut.
und der gleichmütige scheint nicht gerade prädästiniert zu sein für selbstzweifelndes dauergrübeln.
man könnte "mia san mia" apperzeptionsverweigerung
nennen um
"sei ruah"
zu haben.
einheimischer: sehng sie den berg mit de aufenandatürmten
felsn aufm gipfl?
tourist : nein!
einheimischer : des is da dreisessel!
Reply from 01.12.2011 09:57 am/pm
Danke Big - für die tollen Interpretationen Deinerseits.
Reply from 03.12.2011 01:04 am/pm
bitte max - was ist mit meinen interpretationen beim
fuaßboi?
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